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„auf den GESCHMACK gekommen“ – Neugestaltung der Schulmensa der HLW Biedermannsdorf

Die Diplomarbeit „auf den GESCHMACK gekommen“ von Clara Dittenbach und Antonia Gremel beschäftigt sich mit der ganzheitlichen Neugestaltung der Schulmensa der HLW Biedermannsdorf. Ziel war es, den bestehenden Speisesaal nicht nur optisch zu modernisieren, sondern ihn in seiner Funktionalität, Atmosphäre und Nachhaltigkeit grundlegend neu zu denken und zukunftsfähig zu gestalten.
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„auf den GESCHMACK gekommen“ – Neugestaltung der Schulmensa der HLW Biedermannsdorf
© Grüne Immobilien

Der Ausgangspunkt war eine detaillierte Analyse des Bestands: Neben einem präzisen Aufmaß wurden alle räumlichen Gegebenheiten, Materialien und Möbel sorgfältig dokumentiert, um die vorhandenen Potenziale und Schwachstellen zu identifizieren. In diesem Zusammenhang wurden auch die Nutzungsgewohnheiten der Schülerinnen und Schüler sowie das pädagogische Konzept der HLW berücksichtigt.

Auf Basis dieser Bestandsaufnahme erfolgte eine umfangreiche Recherche, die verschiedene wichtige Themenfelder umfasste: Ergonomische Anforderungen an Sitzmöbel und Tische, akustische Maßnahmen zur Lärmreduzierung, nachhaltige Materialwahl unter Berücksichtigung ökologischer und gesundheitlicher Kriterien, Farbpsychologie sowie funktionale Möblierungskonzepte, die flexibel und individuell an unterschiedliche Gruppengrößen angepasst werden können.

In mehreren Iterationsschleifen wurden verschiedene Entwurfsvarianten entwickelt, die sowohl räumliche Struktur als auch Möblierung und Farbgebung beinhalteten. Diese Entwürfe wurden regelmäßig mit einer Ansprechpartnerin der HLW abgestimmt, um sicherzustellen, dass die Bedürfnisse der Nutzerinnen und Nutzer optimal berücksichtigt werden und praktikable Lösungen entstehen. Ein besonderes Augenmerk lag auf der Balance zwischen einer lebendigen, einladenden Atmosphäre und einem funktionalen, wartungsfreundlichen Umfeld.

Die Ausarbeitung des finalen Konzeptes erfolgte über mehrere Planungsphasen. Beginnend mit Skizzen und Entwurfszeichnungen wurde der Mensaraum in unterschiedlichen Maßstäben detailliert ausgearbeitet: Von einem Grundriss und Schnitten im Maßstab 1:50 über Möblierungspläne und Beleuchtungskonzepte bis hin zu Ausführungsdetails und technischen Zeichnungen im Maßstab 1:5 und 1:2. Zusätzlich wurde ein maßstäbliches 3D-Modell erstellt, das die räumliche Wirkung und Materialität anschaulich verdeutlicht.

Das Ergebnis ist ein zeitgemäßer, multifunktionaler Mensaraum, der durch eine ausgewogene Materialwahl aus natürlichen und langlebigen Werkstoffen besticht. Warme Farben und akustisch wirksame Elemente schaffen eine angenehme Atmosphäre, die zum Verweilen einlädt und den sozialen Austausch fördert. Die Möblierung ist ergonomisch optimiert, flexibel nutzbar und unterstützt verschiedene Sitz- und Essenssituationen.

Mit dieser Arbeit zeigen Clara Dittenbach und Antonia Gremel eindrucksvoll, wie durch sorgfältige Planung, fundierte Recherche und kreative Gestaltung ein Innenraum geschaffen werden kann, der sowohl den heutigen Ansprüchen an Funktionalität und Nachhaltigkeit gerecht wird als auch die Bedürfnisse der Nutzerinnen und Nutzer in den Mittelpunkt stellt.